Flughafen Dortmund: Hilfe für angeschlagene Fliegerseelen Dortmund. Manche haben Angst vor Spinnen, andere bekommen Panik im Fahrstuhl. Nach oben geht es auch im Flugzeug, das nicht wenigen Urlaubern Schweiß auf die Stirn und Krämpfe in den Magen schickt. Doch Flugphobie muss nicht sein: Die Diplom-Psychologinnen Petra Sirtl und Linda Föhrer wissen, wie`s geht. Vor wenigen Tagen hat das Duo das erste Seminar "Entspanntes Fliegen" erfolgreich beendet. Ganz passend für die neun Teilnehmer war die Örtlichkeit, an der die Kniffe und Tricks vermittelt und ein dickes Stück weit Flugangst genommen wurden. "Wir haben mit dem Flughafen in Dortmund einen idealen Partner gefunden" sagt Petra Sirtl. Mit ihrer ebenfalls 46 Jahre alten Kollegin hat sie mehr als das psychologische Studium gemeinsam. Sirtl ist Privatpilotin und weiß aus der Praxis, was in einem Flugzeug abgeht; Linda Föhrer als Chefstewardess einer deutschen Luftlinie wiederum hat enorme Erfahrung mit Passagieren in der Luft. Angst ist aber nicht gleich Angst. "Es gibt ganz verschiedene Typen" sagt Petra Sirtl. Den Totalverweigerer , die extrem ängstliche Passagierin, diejenigen, die Kontrolle nicht an andere abgeben können, solche, die nach seit den Terroranschlägen von New York große Unsicherheit in einem Flieger empfinden oder einfach bei einer Urlaubsreise schlechte Erfahrungen gemacht haben. "Wir machen den Teilnehmern klar, dass Flugzeuge sehr sichere Verkehrsmittel mit ausgereifter Technik sind." Die beiden Bochumerinnen haben für den eintägigen Aufenthalt auf dem Dortmunder Flughafen ein Rundum-Paket geschnürt, das prall gefüllt ist mit Ratschlägen für angeknackste Fliegerseelen. Tipps für entspannendes Atemtraining etwa, aber auch wichtiges Hintergrundwissen." Wir zeigen, wie ein Flugzeug konstruiert ist, klären darüber auf, wie aufwändig die Sicherheitstechnik eines Flughafens ist, besichtigen Start- und Landebahn, sprechen gemeinsam mit der Feuerwehr, die schildert, was bei einem Notfall geschieht." Zwischen 22 und 55 Jahre alt waren die ersten Teilnehmer. Am Ende des Tages blickt Petra Sirtl zurück, seien sie durchweg dankbar gewesen, oft auch erleichtert, weil der Start in den nächsten Urlaub nicht mehr zur seelischen Strapaze werden dürfte. Die 195 Euro teuren Seminare "Entspanntes Fliegen am Flughafen Dortmund" werden das ganze Jahr über angeboten. "Andere Seminare sind rar und wesentlich teurer", sagt Petra Sirtl selbstbewusst. Kurs Nr. 2 steigt am 1.August:Auch dann soll am Ende die Angst vor dem Fliegen am Boden bleiben. Westfälische Rundschau» Fenster schliessen |